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Ein neuer CA-Sprintstar wird Deutscher Vizemeister

  • Autorenbild: CA Presse
    CA Presse
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Bei den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen im Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid war Cologne Athletics trotz mancher Ausfälle mit einem starken Team vertreten. Drei Medaillen und sieben Finalplätze standen am Ende des Meisterschaftswochenendes am 25./26. Juli auf dem CA-Konto. Kameron Horton hatte seinen ersten Auftritt im CA-Trikot und überzeugte das Publikum, knapp 14.000 Zuschauer.



Der Deutsch-Amerikaner schloss sich bereits Ende August Cologne Athletics an, nachdem er aus den USA Kontakt mit CA-Trainerin Vero Theill aufgenommen hatte. Doch auf deutschem Boden startete er bei den Deutschen Meisterschaften nun zum ersten Mal. Und so war noch einiges ungewohnt, auch, man glaubt es kaum, die Startblöcke beim 100m-Lauf am Samstag. Mit 10,40s im Vorlauf und einem großen Q reichte die gleiche Zeit im Halbfinale dann nicht mehr fürs Finale. Als Viertplatzierter in seinem Lauf sah er sich auf Platz 9 von der Zeit her dann wieder. Doch einen Tag später sah die Performance schon anders aus. In der 4x100m Staffel lief er bereits am Morgen mit seinen neuen Clubkameraden ein starkes Rennen.



In der Besetzung und Reihenfolge Noah Müller, Kameron Horton, Tom Schwartz und Schlusssprinter Timon Dethloff lief das CA-Quartett in 40,03s einen neuen Vereinsrekord und souverän im ersten Zeitendlauf als erste Staffel durchs Ziel. Leider schoben sich nach und nach in den weiteren Läufen noch einige Staffeln um einige Zehntelsekunden vor, sodass am Ende der 8. Platz in der Ergebnisliste stand. Timon Dethloff kam einen Tag zuvor im 110m Hürdenlauf mit seiner Zeit von 14,30s als Zehntbester nicht ins Finale, zu viele Hürden fielen um und kosteten den zweimaligen Deutschen U23-Meister zu viel Zeit.

Kameron Horton lief am Sonntag dann noch die 200m. Im Zwischenlauf kam er als Zweiter und mit einem großen Q in der Zeit von 20,93s ins Finale. Dort startete er auf Bahn 8, also auf der Außenbahn, was für viele Sprinter schlecht ist, doch ihm letztlich half, seine Sprinttechnik unbeeinflusst von anderen durchzuziehen. Die deutschen Sprinter zeigen halt einen anderen Laufstil als die US-Amerikaner. Und mit einem bravourösen Rennen sowie einer Zeit von 20,40s kam Kameron als Zweiter durchs Ziel. Damit errang er nicht nur die Deutsche Vizemeisterschaft, sondern auch das Ticket zur Europameisterschaft Mitte August in Birmingham.



Ebenfalls eine Medaille konnte sich Florian Zittel über die 1.500m auf der Siegerehrung umhängen lassen. In seinem Zwischenlauf lief er in 3:45,07 min hinter dem Deutschen Rekordhalter Robert Farken ins Ziel und kam mit einem großen Q somit ins Finale. Auch im Finale war Farken nicht zu schlagen, doch die verletzungsbedingte Abwesenheit von CA-Laufstar Mohamed Abdilaahi, schien durchaus eine Tür für Florian zu öffnen, um auf eine Medaille blicken zu können. Und so hat er auch seinen Lauf gestaltet, mutig und taktisch klug, was ihm in einer Zeit von 3:40,94 min am Ende tatsächlich die Bronzemedaille einbrachte.



Als erfahrene Läuferin ging Vera Petrykowski an die Startlinie über 1.500m der Frauen. Mit 4:19,30 min qualifizierte sie sich recht locker für das Finale. Und hier zeigte sie ihre Klasse und erfüllte sich in 4:22,32 min einen kleinen Traum, eine weitere Medaille in ihrer sehr erfolgreichen Laufbahn, dieses Mal die Bronzemedaille.



Ihre Clubkameradin Natalie Füllgraf hatte sich etwas Ähnliches über 800m erhofft, doch bereits in der Qualifikationsrunde brauchte sie etwas Glück, um sich für das Finale zu qualifizieren, ihre 2:05,22 min reichten gerade für ein kleines q. Mit einer ähnlichen Zeit von 2:05,45 min konnte sie im Finale dann nicht in die Medaillenränge mit eingreifen, für sie blieb der 6. Platz.


Nicht um Medaillen oder gar den Titel konnte leider die Deutsche Hallenmeisterin Imke Onnen kämpfen, für sie war im Hochsprungwettbewerb nach übersprungenen 1,80m Schluss, Fußprobleme haben sie leider ausgebremst. Dennoch stand der 8. Platz zubuche.



Bleibt noch der siebte Finalist von Cologne Athletics: Benedikt Schweitzer hatte nur einen gültigen Versuch, doch seine 63,48m bedeuteten den 6. Platz im Hammerwurf.


Fotos: Dirk Gantenberg


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